Teil Sechs - Warum die Kirche, Gott, heute verleugnen würde
Veröffentlicht von Jasmina in Geheime Wahrheiten · Mittwoch 29 Okt 2025 · 9:00
Tags: Gott, die, Wahrheit, Kirche, Glauben
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"Die Kirche glaubt an die Wunder von damals, weil diese Wunder die Autorität der Kirche begründen. Sie verleugnet die Wunder von heute, weil diese Wunder die Autorität der Kirche untergraben könnten."
Hier ist eine Analyse, wie moderne Kirchen (insbesondere die römisch-katholische und die großen evangelischen Kirchen) reagieren und welche Konsequenzen dies für die Überbringer "unerwünschter" Botschaften haben kann.
1. 🛡️ Die Ablehnung der Botschaft: Die Verteidigung des "Kanons"
Die Ablehnung einer neuen Botschaft erfolgt primär aus einem theologischen Grundprinzip: Die Offenbarung ist abgeschlossen.
2. 👥 Die Behandlung der Überbringer: Von Fürsorge bis zur Isolation
Die Art und Weise, wie die Kirche die Person (den Propheten/Visionär) behandelt, hängt davon ab, wie sehr die Botschaft die kirchliche Autorität herausfordert.
3. Der Wunsch der Kirche: Stabilität statt Revolution
Der tiefere Grund für die Ablehnung liegt in der kirchlichen Struktur und dem Machtgefüge.
• Hierarchische Stabilität: Die Kirche ist eine hierarchische Institution. Wenn jeder Gläubige eine direkte, unkontrollierbare Botschaft von Gott empfangen könnte, würde dies die Autorität des Klerus (Priester, Bischöfe, Papst) untergraben. Die Kirche möchte Ordnung und Kontinuität.
Zusammenfassend: Eine Botschaft von Gott, die nicht in das existierende theologische antike Gerüst passt, würde heute als massive Bedrohung der kirchlichen Stabilität angesehen. Ihr Überbringer würde von der Institution oft als irrgeleitet oder verwirrt behandelt, um die Botschaft diskreditieren und ihren Einfluss auf die Gemeinschaft auf ein Minimum zu reduzieren.
3. 👥 Die Behandlung der Person: Isolation und Diskreditierung
Unabhängig von der Prüfung würde die Kirche sehr vorsichtig agieren, um eine mögliche Spaltung der Gläubigen zu vermeiden.
• Öffentliche Distanzierung: Offizielle Kirchenvertreter würden die Botschaft und ihren Überbringer öffentlich ignorieren oder als zweifelhaft bezeichnen, solange das Urteil aussteht (was Jahre oder Jahrzehnte dauern kann).
• Aufforderung zur Ruhe: Dem Überbringer würde von kirchlicher Seite dringend nahegelegt, die Botschaften nicht zu verbreiten, die Öffentlichkeit zu meiden und sich einer kirchlichen Aufsicht zu unterstellen (was ein Nicht-Mitglied aber ablehnen kann).
• Negative Darstellung: Wenn die Botschaft populär wird und die Autorität der Kirche untergräbt, würde die Kirche im schlimmsten Fall eine Warnung herausgeben. Sie würde die Person als "vom Irrtum geleitet" oder "wirre Details hinzufügen" um die Person komplett zu diskreditieren, oder die Botschaft als "gefährlich für den Glauben" darstellen, um die Gläubigen davon abzuhalten, der Botschaft zu folgen.
Fazit: Selbst wenn die Botschaft tatsächlich von Gott käme, müsste sie zuerst die theologischen, psychologischen und autoritären Filter der Kirche passieren. Die Reaktion der Kirche wäre primär darauf ausgerichtet, die Einheit der Lehre zu bewahren und jede unautorisierte Revolution im Glaubensgut abzuwenden.
Hier sind die Hauptgründe und Mechanismen:
1. 📜 Die Verteidigung der Lehrhoheit (Der Kanon)
Die zentralen Kirchen sehen sich als die legitimen Hüter der Offenbarung. Übersinnliche Erfahrungen von außen stellen diese Autorität in Frage.
• Der "wahre" Glaube: Katholische und evangelische Kirchen definieren, was als wahrer christlicher Glaube gilt. Erfahrungen, die außerhalb dieses Rahmens liegen (z. B. eine Begegnung mit einem Engel), werden als irrelevant oder potenziell irreführend betrachtet.
• Abgeschlossene Offenbarung: Wie bereits erwähnt, lehnen beide Kirchen die Vorstellung ab, dass heute noch neue, verbindliche göttliche Offenbarungen hinzukommen.
• Katholisch: Neue Botschaften von außen werden als Privatoffenbarungen eingestuft, die nicht zum verbindlichen Glaubensgut gehören und kritisch geprüft werden.
• Evangelisch: Hier gilt das Prinzip "Sola Scriptura" (allein die Schrift). Jede neue Erfahrung muss sich der Bibel unterordnen selbst wenn sie von Gott käme.
2. 🚷 Institutionelle und soziale Ablehnung
Die Ablehnung wird nicht primär als persönlicher Angriff auf die Person formuliert, sondern als Schutzmaßnahme für die Gemeinschaft.
• Mangelnde Kontrolle: Die Kirche kann keine Autorität über Personen außerhalb ihres eigenen Glaubens ausüben. Die Erfahrung eines Non-Konfessionellen ist unkontrollierbar, unprüfbar und entzieht sich dem kirchlichen Überprüfungsprozess.
• Gefahr der "Schwärmerei": Insbesondere die evangelische Tradition ist historisch skeptisch gegenüber überbordenden, mystischen Erfahrungen ("Schwärmerei"), da diese die Vernunft und die klare Bibelauslegung untergraben könnten.
• Mediale Distanzierung: Wenn eine solche Person und ihre Botschaft große öffentliche Aufmerksamkeit erregen, würde die Kirche wahrscheinlich eine öffentliche Erklärung abgeben, die die Unglaubwürdigkeit der Erfahrung aufgrund ihrer mangelnden Übereinstimmung mit der christlichen Lehre betont.
3. 🧠 Psychologische und dämonische Einordnung
Wenn die Kirche die Erfahrung nicht als echt göttlich anerkennen kann, greift sie auf alternative Erklärungsmodelle zurück, die die Person indirekt diskreditieren, ohne sie persönlich anzugreifen.
• Psychische Ursachen: Die Erfahrung wird oft auf psychische Verwirrung, Stress oder Wahnvorstellungen zurückgeführt. Die Kirche würde professionelle Hilfe empfehlen.
• Dämonische Einflüsse: Im katholischen Kontext besteht immer die Möglichkeit, dass die übersinnliche Erfahrung als Täuschung oder Irreführung durch den Teufel (einen gefallenen Engel) interpretiert wird, insbesondere wenn die Botschaft der kirchlichen Lehre widerspricht. Dies ist die ultimative Form der Diskreditierung der Botschaft.
Zusammenfassend: Die Kirchen haben stark gefestigte Mauern um ihre Lehre errichtet. Jemand von außen oder von innen, der mit "neuen göttlichen Botschaften und Wundern" kommt, würde fast unweigerlich an diesen Mauern scheitern. Die Kirche würde nicht sagen, "Du bist ein schlechter Mensch", sondern: "Deine Botschaft stimmt nicht mit dem überein, was Gott uns bereits in verbindlicher Weise mitgeteilt hat, daher ist deine Erfahrung ungültig oder gefährlich." Dabei ist es irrelevant ob Gott tatsächlich die neue Botschaft überbracht hätte.
Hier sind die zentralen Mechanismen, wie die Kirche eine angebliche neue Offenbarung ablehnt, während sie behauptet, treu zu bleiben:
Begründung: Die Kirche argumentiert, dass Gott sich selbst nicht widerspricht. Eine Botschaft, die dem bereits geoffenbarten Wort widerspricht, kann per Definition nicht von Gott stammen.
2. 😈 Die Teufelshypothese
Wenn eine neue Botschaft eindringlich, mystisch oder überzeugend erscheint, aber im Inhalt problematisch ist, bietet die Kirche eine theologische Ausweichmöglichkeit: die dämonische Täuschung.
Die Kirche lehrt, dass Satan und seine Dämonen die Fähigkeit besitzen, als „Engel des Lichts“ aufzutreten, um Gläubige zu verwirren und sie vom wahren Glauben abzubringen (ein Konzept, das bis zu Paulus zurückreicht, 2. Kor 11,14).
Anwendung: Wenn jemand behauptet, Informationen von einem Engel empfangen zu haben, aber diese Informationen die etablierte Ordnung stören, urteilt die Kirche, dass die Quelle nicht der Heilige Geist oder ein guter Engel war, sondern eine dämonische Macht, die versucht, die Institution zu untergraben.
3. 🧠 Die Psychologische Erklärung
Die humanwissenschaftliche Argumentation der Kirche bietet einen weiteren Weg, Offenbarungen abzulehnen, ohne Gott die Schuld zu geben.
Eine angeblich neue Offenbarung kann auf Halluzinationen, psychischen Störungen, Selbsttäuschung oder einfach menschlicher Einbildung beruhen.
Fazit:
Die Kirche widerspricht Gott nicht direkt. Stattdessen widerspricht sie dem Anspruch, dass es sich um Gottes aktuelle Botschaft handelt. Die Institution behauptet, die alleinige Autorität zu besitzen, um zu filtern, zu prüfen und letztendlich zu bestimmen, welche Botschaften göttlichen Ursprungs sind und welche nicht. Dieser Mechanismus dient dem Erhalt der Lehre und der institutionellen Kontrolle.
Das ist der zentrale Glaubens-Dilemma vieler traditioneller Religionen: der Widerspruch zwischen der Akzeptanz historischer Wunder/Offenbarungen und der Ablehnung zeitgenössischer Ansprüche auf ähnliche übernatürliche Erfahrungen.
Dieser Widerspruch lässt sich durch die Unterscheidung zwischen Glaubensdoktrin und kontrollierter Autorität erklären.
Das kirchliche Dilemma von Wahrheit, Lüge, Notwendigkeit und Institution.
Es gab schön früher veränderte Geschichten die man sich passend gemacht hat. So etwas darf eigentlich nicht sein. Hier findest du noch eine historisch wichtige Geschichte die, ja, wie nennt man das, verlogen wurde? Geschichte wurde gemacht wie man sie brauchte wie auch die der Bethen. Mehr zu dem Thema: Die Bethen und die Heiligen drei Könige.
Das Dilemma mit Gott, der Wahrheit und dem Kanon! Aber was wäre wenn, oder besser gesagt, was ist mit den neuen Gottesbotschaften, Wunder und Erscheinungen? Die müsste doch die Kirche anerkennen?
🚫 Die Herausforderung der "Neuen Botschaften": Wie die Kirche heute reagiert
Die Vorstellung, dass jemand heute eine direkte "Botschaft von Gott" empfängt, die dem etablierten Glauben widerspricht oder diesen ergänzt, stellt die Kirche vor eine immense Herausforderung. In der heutigen, stark strukturierten kirchlichen Umgebung würden solche Botschaften und deren Überbringer höchstwahrscheinlich mit Skepsis und Ablehnung konfrontiert.
Die Vorstellung, dass jemand heute eine direkte "Botschaft von Gott" empfängt, die dem etablierten Glauben widerspricht oder diesen ergänzt, stellt die Kirche vor eine immense Herausforderung. In der heutigen, stark strukturierten kirchlichen Umgebung würden solche Botschaften und deren Überbringer höchstwahrscheinlich mit Skepsis und Ablehnung konfrontiert.
Hier ist eine Analyse, wie moderne Kirchen (insbesondere die römisch-katholische und die großen evangelischen Kirchen) reagieren und welche Konsequenzen dies für die Überbringer "unerwünschter" Botschaften haben kann.
1. 🛡️ Die Ablehnung der Botschaft: Die Verteidigung des "Kanons"
Die Ablehnung einer neuen Botschaft erfolgt primär aus einem theologischen Grundprinzip: Die Offenbarung ist abgeschlossen.
• Die abgeschlossene Offenbarung (Das Dogma): Die meisten Großkirchen lehren, dass die gesamte Heilsgeschichte und das notwendige Wissen über Gott in der Bibel und der kirchlichen Tradition enthalten sind. Die göttliche Offenbarung fand ihren Höhepunkt in Jesus Christus und wurde mit dem Tod des letzten Apostels abgeschlossen.
• Konsequenz für Botschaften: Jede neue Botschaft, die behauptet, die Lehre zu ergänzen oder zu korrigieren, wird als überflüssig, irreführend oder häretisch (lehrenswidrig) abgelehnt.
• Der Test des "Depositum Fidei": Die Kirche würde die Botschaft einem strengen Test unterziehen (z. B. durch die Glaubenskongregation). Wenn die Botschaft nicht mit dem Glaubensgut (Depositum Fidei) vereinbar ist, wird sie als nicht von Gott stammend eingestuft, selbst wenn der Überbringer subjektiv davon überzeugt ist und selbst wenn Gott die Botschaft selbst überbracht hätte.
2. 👥 Die Behandlung der Überbringer: Von Fürsorge bis zur Isolation
Die Art und Weise, wie die Kirche die Person (den Propheten/Visionär) behandelt, hängt davon ab, wie sehr die Botschaft die kirchliche Autorität herausfordert.
3. Der Wunsch der Kirche: Stabilität statt Revolution
Der tiefere Grund für die Ablehnung liegt in der kirchlichen Struktur und dem Machtgefüge.
• Hierarchische Stabilität: Die Kirche ist eine hierarchische Institution. Wenn jeder Gläubige eine direkte, unkontrollierbare Botschaft von Gott empfangen könnte, würde dies die Autorität des Klerus (Priester, Bischöfe, Papst) untergraben. Die Kirche möchte Ordnung und Kontinuität.
• Selektive Akzeptanz: Die Kirche akzeptiert nur jene "Privatoffenbarungen" (wie Lourdes oder Fatima), die nachweislich die etablierten Lehren bestätigen und zur Frömmigkeit anregen, aber niemals Lehren einführen, die die Dogmatik verändern würden.
Zusammenfassend: Eine Botschaft von Gott, die nicht in das existierende theologische antike Gerüst passt, würde heute als massive Bedrohung der kirchlichen Stabilität angesehen. Ihr Überbringer würde von der Institution oft als irrgeleitet oder verwirrt behandelt, um die Botschaft diskreditieren und ihren Einfluss auf die Gemeinschaft auf ein Minimum zu reduzieren.
3. 👥 Die Behandlung der Person: Isolation und Diskreditierung
Unabhängig von der Prüfung würde die Kirche sehr vorsichtig agieren, um eine mögliche Spaltung der Gläubigen zu vermeiden.
• Öffentliche Distanzierung: Offizielle Kirchenvertreter würden die Botschaft und ihren Überbringer öffentlich ignorieren oder als zweifelhaft bezeichnen, solange das Urteil aussteht (was Jahre oder Jahrzehnte dauern kann).
• Aufforderung zur Ruhe: Dem Überbringer würde von kirchlicher Seite dringend nahegelegt, die Botschaften nicht zu verbreiten, die Öffentlichkeit zu meiden und sich einer kirchlichen Aufsicht zu unterstellen (was ein Nicht-Mitglied aber ablehnen kann).
• Negative Darstellung: Wenn die Botschaft populär wird und die Autorität der Kirche untergräbt, würde die Kirche im schlimmsten Fall eine Warnung herausgeben. Sie würde die Person als "vom Irrtum geleitet" oder "wirre Details hinzufügen" um die Person komplett zu diskreditieren, oder die Botschaft als "gefährlich für den Glauben" darstellen, um die Gläubigen davon abzuhalten, der Botschaft zu folgen.
Fazit: Selbst wenn die Botschaft tatsächlich von Gott käme, müsste sie zuerst die theologischen, psychologischen und autoritären Filter der Kirche passieren. Die Reaktion der Kirche wäre primär darauf ausgerichtet, die Einheit der Lehre zu bewahren und jede unautorisierte Revolution im Glaubensgut abzuwenden.
4. Die Behandlung von Personen außerhalb der Kirche
Ja, es lässt sich in der Regel davon ausgehen, dass die offiziellen Institutionen der katholischen und der evangelischen Kirche skeptisch gegenüber Personen außerhalb ihres Glaubens (Non-Konfessionelle, andere Religionen) sind, die über neue oder übersinnliche Erfahrungen mit Gott oder Engeln berichten.
Die Kirche würde solche Personen in der Regel nicht direkt "diskreditieren", sondern ihre Aussagen und Erfahrungen durch spezifische theologische und institutionelle Mechanismen entkräften oder ignorieren. Das Ziel ist die Sicherung der eigenen Lehrhoheit.
Ja, es lässt sich in der Regel davon ausgehen, dass die offiziellen Institutionen der katholischen und der evangelischen Kirche skeptisch gegenüber Personen außerhalb ihres Glaubens (Non-Konfessionelle, andere Religionen) sind, die über neue oder übersinnliche Erfahrungen mit Gott oder Engeln berichten.
Die Kirche würde solche Personen in der Regel nicht direkt "diskreditieren", sondern ihre Aussagen und Erfahrungen durch spezifische theologische und institutionelle Mechanismen entkräften oder ignorieren. Das Ziel ist die Sicherung der eigenen Lehrhoheit.
Hier sind die Hauptgründe und Mechanismen:
1. 📜 Die Verteidigung der Lehrhoheit (Der Kanon)
Die zentralen Kirchen sehen sich als die legitimen Hüter der Offenbarung. Übersinnliche Erfahrungen von außen stellen diese Autorität in Frage.
• Der "wahre" Glaube: Katholische und evangelische Kirchen definieren, was als wahrer christlicher Glaube gilt. Erfahrungen, die außerhalb dieses Rahmens liegen (z. B. eine Begegnung mit einem Engel), werden als irrelevant oder potenziell irreführend betrachtet.
• Abgeschlossene Offenbarung: Wie bereits erwähnt, lehnen beide Kirchen die Vorstellung ab, dass heute noch neue, verbindliche göttliche Offenbarungen hinzukommen.
• Katholisch: Neue Botschaften von außen werden als Privatoffenbarungen eingestuft, die nicht zum verbindlichen Glaubensgut gehören und kritisch geprüft werden.
• Evangelisch: Hier gilt das Prinzip "Sola Scriptura" (allein die Schrift). Jede neue Erfahrung muss sich der Bibel unterordnen selbst wenn sie von Gott käme.
2. 🚷 Institutionelle und soziale Ablehnung
Die Ablehnung wird nicht primär als persönlicher Angriff auf die Person formuliert, sondern als Schutzmaßnahme für die Gemeinschaft.
• Mangelnde Kontrolle: Die Kirche kann keine Autorität über Personen außerhalb ihres eigenen Glaubens ausüben. Die Erfahrung eines Non-Konfessionellen ist unkontrollierbar, unprüfbar und entzieht sich dem kirchlichen Überprüfungsprozess.
• Gefahr der "Schwärmerei": Insbesondere die evangelische Tradition ist historisch skeptisch gegenüber überbordenden, mystischen Erfahrungen ("Schwärmerei"), da diese die Vernunft und die klare Bibelauslegung untergraben könnten.
• Mediale Distanzierung: Wenn eine solche Person und ihre Botschaft große öffentliche Aufmerksamkeit erregen, würde die Kirche wahrscheinlich eine öffentliche Erklärung abgeben, die die Unglaubwürdigkeit der Erfahrung aufgrund ihrer mangelnden Übereinstimmung mit der christlichen Lehre betont.
3. 🧠 Psychologische und dämonische Einordnung
Wenn die Kirche die Erfahrung nicht als echt göttlich anerkennen kann, greift sie auf alternative Erklärungsmodelle zurück, die die Person indirekt diskreditieren, ohne sie persönlich anzugreifen.
• Psychische Ursachen: Die Erfahrung wird oft auf psychische Verwirrung, Stress oder Wahnvorstellungen zurückgeführt. Die Kirche würde professionelle Hilfe empfehlen.
• Dämonische Einflüsse: Im katholischen Kontext besteht immer die Möglichkeit, dass die übersinnliche Erfahrung als Täuschung oder Irreführung durch den Teufel (einen gefallenen Engel) interpretiert wird, insbesondere wenn die Botschaft der kirchlichen Lehre widerspricht. Dies ist die ultimative Form der Diskreditierung der Botschaft.
Zusammenfassend: Die Kirchen haben stark gefestigte Mauern um ihre Lehre errichtet. Jemand von außen oder von innen, der mit "neuen göttlichen Botschaften und Wundern" kommt, würde fast unweigerlich an diesen Mauern scheitern. Die Kirche würde nicht sagen, "Du bist ein schlechter Mensch", sondern: "Deine Botschaft stimmt nicht mit dem überein, was Gott uns bereits in verbindlicher Weise mitgeteilt hat, daher ist deine Erfahrung ungültig oder gefährlich." Dabei ist es irrelevant ob Gott tatsächlich die neue Botschaft überbracht hätte.
"Die Kirche glaubt an die Wunder von damals, weil diese Wunder die Autorität der Kirche begründen. Sie verleugnet die Wunder von heute, weil diese Wunder die Autorität der Kirche untergraben könnten."
Nochmals:
Das ist der entscheidende theologische Konflikt: Wenn Gott tatsächlich eine neue Offenbarung wünscht, kann die Kirche als menschliche Institution theoretisch nicht widersprechen.
Sie kann jedoch praktisch widersprechen, indem sie die Quelle der Offenbarung in Frage stellt. Die Kirche behauptet, nicht gegen Gott zu handeln, sondern Gott vor Fälschungen zu schützen.
Sie kann jedoch praktisch widersprechen, indem sie die Quelle der Offenbarung in Frage stellt. Die Kirche behauptet, nicht gegen Gott zu handeln, sondern Gott vor Fälschungen zu schützen.
Hier sind die zentralen Mechanismen, wie die Kirche eine angebliche neue Offenbarung ablehnt, während sie behauptet, treu zu bleiben:
1. 🔍 Das Kriterium der Orthodoxie
Die Kirche prüft jede angebliche Offenbarung anhand eines Hauptkriteriums: Steht sie im Einklang mit der bereits abgeschlossenen öffentlichen Offenbarung (Bibel und Tradition)?
Ablehnung bei Widerspruch: Wenn die neue Offenbarung etwas lehrt, das den Kern der bestehenden christlichen Lehre (z. B. die Dreifaltigkeit, die Sakramente, die Heilslehre) widerspricht oder wesentlich hinzufügt (wie das neue, zerstörerische Wissen der Wächter), dann wird sie als Irrlehre (Häresie) oder Täuschung zurückgewiesen.
Die Kirche prüft jede angebliche Offenbarung anhand eines Hauptkriteriums: Steht sie im Einklang mit der bereits abgeschlossenen öffentlichen Offenbarung (Bibel und Tradition)?
Ablehnung bei Widerspruch: Wenn die neue Offenbarung etwas lehrt, das den Kern der bestehenden christlichen Lehre (z. B. die Dreifaltigkeit, die Sakramente, die Heilslehre) widerspricht oder wesentlich hinzufügt (wie das neue, zerstörerische Wissen der Wächter), dann wird sie als Irrlehre (Häresie) oder Täuschung zurückgewiesen.
Begründung: Die Kirche argumentiert, dass Gott sich selbst nicht widerspricht. Eine Botschaft, die dem bereits geoffenbarten Wort widerspricht, kann per Definition nicht von Gott stammen.
2. 😈 Die Teufelshypothese
Wenn eine neue Botschaft eindringlich, mystisch oder überzeugend erscheint, aber im Inhalt problematisch ist, bietet die Kirche eine theologische Ausweichmöglichkeit: die dämonische Täuschung.
Die Kirche lehrt, dass Satan und seine Dämonen die Fähigkeit besitzen, als „Engel des Lichts“ aufzutreten, um Gläubige zu verwirren und sie vom wahren Glauben abzubringen (ein Konzept, das bis zu Paulus zurückreicht, 2. Kor 11,14).
Anwendung: Wenn jemand behauptet, Informationen von einem Engel empfangen zu haben, aber diese Informationen die etablierte Ordnung stören, urteilt die Kirche, dass die Quelle nicht der Heilige Geist oder ein guter Engel war, sondern eine dämonische Macht, die versucht, die Institution zu untergraben.
3. 🧠 Die Psychologische Erklärung
Die humanwissenschaftliche Argumentation der Kirche bietet einen weiteren Weg, Offenbarungen abzulehnen, ohne Gott die Schuld zu geben.
Eine angeblich neue Offenbarung kann auf Halluzinationen, psychischen Störungen, Selbsttäuschung oder einfach menschlicher Einbildung beruhen.
Fazit:
Die Kirche widerspricht Gott nicht direkt. Stattdessen widerspricht sie dem Anspruch, dass es sich um Gottes aktuelle Botschaft handelt. Die Institution behauptet, die alleinige Autorität zu besitzen, um zu filtern, zu prüfen und letztendlich zu bestimmen, welche Botschaften göttlichen Ursprungs sind und welche nicht. Dieser Mechanismus dient dem Erhalt der Lehre und der institutionellen Kontrolle.
Das ist der zentrale Glaubens-Dilemma vieler traditioneller Religionen: der Widerspruch zwischen der Akzeptanz historischer Wunder/Offenbarungen und der Ablehnung zeitgenössischer Ansprüche auf ähnliche übernatürliche Erfahrungen.
Dieser Widerspruch lässt sich durch die Unterscheidung zwischen Glaubensdoktrin und kontrollierter Autorität erklären.
"Man macht Feinde, wenn man dafür aufsteht, an das man glaubt oder weiß!" (Zitat David G.)
